Zweiachsige dieselhydraulische KG 230 B von Deutz. V 570 RAG, orange - Vorbildzustand um 1972

Art. Nr.: 31434
ESU
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CHF 429.80

Beschreibung

Zweiachsige dieselhydraulische KG 230 B von Deutz. V 570 RAG, orange - Vorbildzustand um 1972


Modell:   
Rahmen und Vorbauten aus Metall
Durchbrochenes Lüftergitter an der Stirnseite des langen Vorbaus
Fein detaillierter mehrfarbig ausgeführter Führerstand
Zahlreiche Details am Chassis separat angesetzt
Separat angesetzte und teilweise durchbrochene Trittstufen
Freistehende Griffstangen
Federpuffer
Eingesetzte Lokführerfigur
Höhenverstellbare digitale Rangier-Kupplung für alle Bügelkupplungen
Glockenankermotor mit Schwungmasse
Antrieb auf beide Achsen, ein Haftreifen
LokSound 5 Decoder für DCC-, Motorola®-, M4 und Selectrix®-Betrieb
Selbständige Anmeldung an Zentralen mit RailComPlus®-Funktionalität
PowerPack-Speicherkondensator für unterbrechungsfreie Spannungsversorgung
Lautsprecher mit großer Schallkapsel für höchsten Soundgenuss
Universalelektronik mit Steckschleifer und Schiebeschalter zum Umschalten zwischen Zweileiter-
und Mittelleiterbetrieb
Raucherzeuger synchron zum Loksound
Digitalisierte Originalgeräusche einer KG230 B mit 12-Zylinder-Deutz-Motor A12 L 714
Fahrtrichtungsabhängiger Lichtwechsel, zugseitiges Spitzensignal abschaltbar, Rangier-, Führerstand- und Führerpultbeleuchtung
Bremsfunken beim scharfen Bremsen
Fahrgestell-Beleuchtung
Pipette zum Befüllen des Raucherzeugers liegt bei
Zwei unterschiedliche Antennen liegen bei
Länge über Puffer = 92,3 mm
 
Vorbild: 
In der Leistungsklasse einer Köf III bot Deutz ab 1962 die zweiachsige dieselhydraulische KG 230 B an. KG steht dabei für Kleinlok mit Gelenkwellenantrieb, 230 für die Leistung in PS und B für die Achsfolge. Der hauseigene luftgekühlte Zwölfzylindermotor A12L714 leistete 230 PS bei 2000 1/min. Die sieben für explosionssensible Werke gebauten KG 230 trugen abweichend einen wassergekühlten Sechszylinderdieselmotor. Die Getriebe der meisten Lokomotiven wurden zugunsten der Zugkraft auf eine Höchstgeschwindigkeit zwischen 20 und 30 km/h eingestellt. Je nach Gleislage ließen die Besteller im Rahmenbereich zusätzliches Metall unterbringen, sodass die Loks mit einem Gewicht von 26 bis 36 t geordert werden konnten. Die beiden Loks der Bayernhafen AG und die BEHALA-Loks besaßen sogar Mehrfachsteuerungseinrichtungen. Trotz des mittlerweile fortgeschrittenen Alters tragen viele der heute noch im Einsatz befindlichen Zweiachser noch ihren ursprünglichen Motor. Da die meisten Betriebe nur wenige Triebfahrzeuge besaßen, hielt man sie technisch in ordentlichem Zustand, da auf sie ja nicht verzichtet werden konnte. Die wenigen auf den Loks eingewiesenen Mitarbeiter kannten die Grenzen ihrer Loks mit den Jahren genau, die einfache und robuste LKW-Technik ließ sich oft mit „Bordmitteln“ des Werks am Laufen halten. Deutz lieferte insgesamt 64, Henschel noch drei KG 230 B vorwiegend an deutsche Eigentümer, aber auch nach Frankreich, Italien, Luxemburg und in die Niederlande. Ein Exemplar beschaffte die Deutsche Bundespost, weitere Loks im Staatsdienst gab es bei der Italienischen Staatsbahn FS und der Spanischen RENFE. Die Liste der Eigentümer liest sich wie ein Who-is-who der europäischen Groß-Industrie: BASF, RAG, Wintershall, BP, DEA, Shell, VTG, Arbed, Thyssen, Mannesmann, Feldmühle AG, Krupp Stahl, Rheinpreußen, Rhenus, RWE, Ford, MAN, Volkswagen, Kali + Salz, Portland Zement, Holcim Zement, Südzucker AG. Auch für die Hafen-Logistik in Aschaffenburg, Berlin, Braunschweig, Bremerhaven, Ginsheim-Gustavsburg, Hannover, Regensburg und bei Luxport in Wasserbillig setzte man auf die Standfestigkeit und Zugkraft der luftgekühlten Zweiachser. Die große Qualität der Konstruktion zeigt sich daran, dass die Loks bei fehlendem Bedarf nicht etwa verschrottet, sondern weiter verkauft werden. In elegantem roten Lack verschiebt eine Lok beim Verein 241-A-65 vorsichtig wertvolle Museumsfahrzeuge.

Epoche IV